Was ist ein Trokar-2?

Jun 18, 2024

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Trokare werden auch gegen Ende des Einbalsamierungsprozesses verwendet, um Körperflüssigkeiten und Organe nach dem Gefäßersatz des Blutes durch Einbalsamierungschemikalien abfließen zu lassen. Anstatt ein rundes Rohr einzuführen, spaltete das dreiseitige Messer des klassischen Trokars die Außenhaut in drei „Flügel“, die dann auf weniger aufdringliche Weise leicht zugenäht werden konnten. Er ist an einen Saugschlauch angeschlossen (der normalerweise an einen Wassersauger angeschlossen ist). Der Vorgang des Entfernens von Gas, Flüssigkeiten und halbfesten Stoffen aus den Körperhöhlen und Hohlorganen mithilfe des Trokars wird als Aspiration bezeichnet. Das Instrument wird zwei Zoll links und zwei Zoll oberhalb des Nabels in den Körper eingeführt. Nachdem die Brust-, Bauch- und Beckenhöhlen abgesaugt wurden, injiziert der Einbalsamierer Höhlenflüssigkeit in die Brust-, Bauch- und Beckenhöhlen mithilfe eines kleineren Trokars, der über einen Schlauch angeschlossen ist, der mit einer Flasche mit Hohlraumflüssigkeit mit hohem Index verbunden ist. Die Flasche wird kopfüber in die Luft gehalten, damit die Schwerkraft die Körperflüssigkeit durch den Trokar in die Körperhöhlen befördert. Der Einbalsamierer bewegt den Trokar auf die gleiche Weise, wie er es beim Absaugen der Körperhöhlen getan hat, um die Chemikalie vollständig und gleichmäßig zu verteilen.

 

Nach Abschluss der Hohlraumeinbalsamierung wird die Punktion üblicherweise mit einem kleinen, schraubenähnlichen Plastikgegenstand, einem sogenannten Trokarknopf, verschlossen.

 

Trokare werden von Tierärzten häufig verwendet, nicht nur zum Ablassen von Hydrothorax, Aszites oder zum Einführen von Instrumenten bei laparoskopischen Operationen, sondern auch bei akuten tierspezifischen Erkrankungen. Bei Pansentympanie (Aufblähung) bei Rindern kann ein Trokar mit großem Durchmesser durch die Haut in den Pansen eingeführt werden, um eingeschlossenes Gas freizusetzen. Bei Hunden wird häufig ein ähnlicher Eingriff bei Patienten mit GDV (Magendrehung) durchgeführt, bei dem ein Trokar mit großem Durchmesser durch die Haut in den Magen eingeführt wird, um den Magen sofort zu dekomprimieren. Je nach Schwere der klinischen Symptome wird dies häufig nach der Verabreichung von Schmerzmitteln, aber vor der Vollnarkose durchgeführt. Die endgültige chirurgische Behandlung umfasst die anatomische Neupositionierung von Magen und Milz, gefolgt von einer rechtsseitigen Gastropexie. Je nach Schweregrad kann eine teilweise Gastrektomie und/oder Splenektomie angezeigt sein, wenn die entsprechenden Gewebe aufgrund einer Ischämie aufgrund einer Torsion/Avulsion des versorgenden Gefäßsystems nekrotisch geworden sind. Eine 72-stündige postoperative unterstützende Pflege, Flüssigkeitstherapie und EKG-Überwachung auf Herzrhythmusstörungen werden dringend empfohlen.

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