Hochfrequenz (HF) Elektrochirurgische Dissektion
Bei der HF-Elektrochirurgie werden HF-Ströme (im Frequenzbereich von 300 kHz bis zu mehreren MHz) eingesetzt, um Gewebe zu koagulieren, zu fulgurieren, zu sprühkoagulieren oder abzutragen. Das Wissen darüber, wie diese und andere physikalische Methoden mit biologischen Materialien interagieren, wird für den Chirurgen immer wichtiger, um sichere und konsistente Operationen durchführen zu können.
HF monopolare Elektrochirurgie
Monopolare Diathermie wird in der endoskopischen Chirurgie zur Koagulation und zum Dissektionieren (Schneiden) verwendet. Bei der monopolaren Diathermie wird Strom vom Instrument durch das Gewebe zu einem Hautkissen (Neutralelektrode) geleitet, das wiederum mit dem Generator verbunden ist. Die Erwärmung erfolgt an Stellen mit kleinem Querschnitt und geringer elektrischer Leitfähigkeit. Der Kontakt des Instruments mit dem Gewebe hat einen kleinen Querschnitt und das Gewebe hat im Vergleich zum Instrumentenmaterial eine relativ geringe Leitfähigkeit (höherer Widerstand oder Impedanz). Im Gewebe tritt bei unmittelbarem Kontakt mit dem Instrument eine hohe Stromdichte auf und es wird Wärme erzeugt.
Die Wirkung des HF-Stroms auf das Gewebe hängt ab von:
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Erzeugte Temperatur
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Form und Ausmaß der Kontaktstelle (breiterer Schaden bei breiterem Kontakt)
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Aktivierungszeit (kurze Stöße verringern Tiefe und Verkohlung)
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Abstand von der Elektrode
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Leitfähigkeit des Gewebes (bei Blutungen kommt es zu einer Leitfähigkeitsänderung)
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Vom Generator abgegebene Leistung (Spannung)
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Amplitude und Stromform - zeitlicher Verlauf des Signals (Schneide- bzw. Koagulationseinstellungen)

